Theorieunterricht planen und die Anwesenheit per QR-Code erfassen
Die Unterschriftenliste geht durch die Reihe, während vorne der Unterricht läuft. Zwei Leute vergessen sie, einer unterschreibt für seinen Kumpel, und am Ende liegt ein Blatt Papier im Ordner, das niemand mehr auswertet.
Für den laufenden Betrieb reicht das meistens. Unangenehm wird es genau dann, wenn jemand nachweisen soll, wer wann wie lange dagesessen hat — bei einer Prüfung, bei einer Nachfrage der Behörde oder wenn ein Fahrschüler behauptet, eine Einheit besucht zu haben.
Theorieeinheiten planen
Theoriestunden sind in FahrenPlus normale Termine im selben Kalender wie die Fahrstunden — mit einem Unterschied: Sie tragen ein Thema aus einem Themenkatalog. Der Katalog kommt bereits mit den amtlichen Rahmenplänen der Fahrschüler-Ausbildungsordnung vorbelegt, und jede Fahrschule kann Einträge umbenennen, deaktivieren oder eigene ergänzen.
Weil Theoriestunden alle betreffen, sind sie für jeden Fahrschüler sichtbar — anders als Fahrstunden, die nur der jeweilige Fahrschüler und seine Lehrkraft sehen. Wer welche Themen schon hatte, ergibt sich damit aus dem Kalender statt aus einer separaten Liste.

Anwesenheit per QR-Code
Zu jeder Theoriestunde gehört eine Sitzung mit zwei QR-Codes: einer zu Beginn, einer am Ende. Die Fahrschüler scannen mit dem Handy, ein Check-in und ein Check-out. Zwei Codes statt einem klingt umständlich, macht aber den Unterschied zwischen „war da" und „war die ganze Zeit da" — wer nur eincheckt und nach zwanzig Minuten geht, taucht als unvollständig auf, nicht als anwesend.
Die Codes liegen bewusst nicht in den Termindaten, die Fahrschüler ohnehin einsehen können, sondern in der Sitzung. Wer nicht im Raum ist und den Code nicht sieht, kann sich also auch nicht eintragen. Und weil Technik ausfällt, kann die Lehrkraft jeden Eintrag nachträglich bestätigen oder zurückweisen — die Entscheidung liegt nicht beim Scanner.
Erfasst wird nicht nur ein Haken, sondern ein Status je Fahrschüler: eingecheckt, anwesend, nur Start-Scan, von der Lehrkraft bestätigt oder zurückgewiesen. „Nur Start-Scan" ist dabei der praktisch wichtigste Fall — er entsteht, wenn jemand eincheckt, aber das Check-out fehlt. Genau diese Fälle sind es, die man am Papier nicht sieht.
Der Themenkatalog ist kein leeres Feld, das jede Fahrschule selbst füllen muss. Er kommt mit den Rahmenplänen der Fahrschüler-Ausbildungsordnung vorbelegt — Grundstoff und die klassenspezifischen Zusatzstoffe. Was deine Fahrschule anders nennt, benennst du um; was du nicht anbietest, deaktivierst du; eigene Einheiten ergänzt du. Der amtliche Rahmen bleibt die Grundlage, ohne dass ihn jemand abtippen muss.
Was sich mit der Führerscheinreform 2027 ändert
Für den Theorieunterricht ist die geplante Reform der größte Einschnitt seit Jahren: Die Pflicht zum Präsenzunterricht soll entfallen, Live-Online-Unterricht, Selbstlernen und Hybrid-Modelle sollen gleichgestellt werden. Die Theorieprüfung soll für alle Pflicht bleiben. Zugleich sollen Dokumentationspflichten reduziert und digitalisiert werden.
Was das für die Anwesenheitserfassung konkret bedeutet, hängt am Verordnungstext, und der steht noch nicht fest — das parlamentarische Verfahren läuft, alle Termine stehen unter Vorbehalt. Den aktuellen Stand, den Zeitplan und alle geplanten Änderungen findest du im Überblick zur Führerscheinreform 2027.
Theoriestunden laufen im selben Kalender wie alles andere: Sie blockieren die Lehrkraft, tauchen in der Wochenansicht auf und folgen denselben Regeln wie beim Fahrstundenplaner. Was sonst noch zur Fahrschulverwaltung gehört, steht auf der zugehörigen Seite.