Preistransparenz: Was das Register für deine Fahrschule bedeutet
Stand: 24. September 2026. Der Bundestag hat den Gesetzentwurf (BT-Drucksache 21/7404) am 24. September 2026 erstmals beraten und an den Verkehrsausschuss überwiesen — beschlossen ist noch nichts. Die geplante Veröffentlichung von Preisen und Erfolgsquoten bleibt dabei unverändert Bestandteil des Reformprojekts. Alle Termine und Inhalte auf dieser Seite stehen unter Vorbehalt.
Die Führerscheinreform 2027 bringt eine Pflicht, die viele Fahrschulen unterschätzen: Preistransparenz. Ab 2027 müssen alle Fahrschulen in Deutschland ihre Preise digital ans BMDV melden. Auf dieser Seite erfährst du, was das konkret für deine Fahrschule bedeutet und welche Schritte nötig sind. Und: FahrenPlus arbeitet bereits an der Lösung — wir haben dafür aktiv Kontakt zum BMDV aufgenommen.
Für Fahrschulen ist das der Punkt aus dem Reformpaket, der am wenigsten mit Technik zu tun hat und am meisten mit Positionierung. Nicht der Unterricht ändert sich, sondern die Außendarstellung.
Was ins Register soll
Zwei Arten von Angaben sind vorgesehen: Preise und Bestehensquoten. Beides soll öffentlich sein. Mehr ist zum jetzigen Zeitpunkt seriös nicht zu sagen — welche Preisbestandteile gemeldet werden, wie oft aktualisiert wird und wie die Quote gerechnet wird, ergibt sich aus dem endgültigen Text. Der Bundesrat hat am 10. Juli 2026 Stellung genommen und dabei zahlreiche Änderungs- und Prüfempfehlungen abgegeben. Es ist also nicht ausgemacht, dass der Entwurf so bleibt, wie er ist.
Der Zeitplan sieht zwei Stufen vor: Die neuen Ausbildungsregeln sollen zum 1. Januar 2027 gelten, die übrigen Teile — darunter das Transparenzregister und die Prüfungsregeln — zum 1. Juli 2027. Den vollständigen Überblick über das Paket findest du bei der Führerscheinreform 2027.
Vergleichbarkeit verändert die Preisgestaltung
Heute vergleichen die wenigsten Fahrschüler systematisch. Man fragt im Freundeskreis, schaut sich zwei Websites an, entscheidet nach Nähe zum Wohnort. Ein Register kehrt das um: Der Preis steht dann neben dem Preis der Fahrschule zwei Straßen weiter, ohne dass jemand dafür recherchieren muss.
Als Bezugsgröße wird dabei eine Zahl auftauchen, die es schon gibt: Der Führerschein der Klasse B kostet derzeit im Schnitt rund 3.400 Euro. Ob du darüber oder darunter liegst, ist nicht die eigentliche Frage. Die eigentliche Frage ist, ob der Unterschied erklärbar ist. Ein höherer Preis mit klarer Leistung dahinter hält einen Vergleich aus. Ein Preis, den niemand aufschlüsseln kann, hält ihn nicht aus.
Praktisch heißt das: Wer seine Preisbestandteile heute nur mündlich erklärt, sollte sie schriftlich haben. Aushang, Website und Meldung müssen dieselbe Antwort geben — Abweichungen fallen dann sofort auf.
Die Bestehensquote ist die härtere Zahl
Preise kann man erklären. Eine Quote steht für sich. Sie wird zur zweiten Kennzahl, an der Fahrschulen gemessen werden — und sie lässt sich nicht kurzfristig verbessern, sondern nur über die Ausbildung selbst.
Was das methodisch bedeutet, ist offen: ob Erstversuche zählen oder alle Versuche, ob Theorie und Praxis getrennt ausgewiesen werden, ob nach Klassen unterschieden wird. Solange das nicht feststeht, lohnt es sich vor allem, die eigenen Zahlen überhaupt zu kennen. Wer nicht weiß, wie viele seiner Fahrschüler im ersten Anlauf bestehen, erfährt es sonst zeitgleich mit der Konkurrenz.
Ein zweiter Punkt hängt damit zusammen: Die starre Vorgabe von zwölf Pflicht-Sonderfahrten soll entfallen, die Ausbildung soll sich stärker am individuellen Lernstand orientieren. Wer künftig weniger Pflichtstunden hat, aber eine öffentliche Quote, plant anders. Was das konkret verändert, steht bei den Sonderfahrten 2027.
Außendarstellung: lieber selbst erklären
Wenn Zahlen ohnehin öffentlich sind, entscheidet die Einordnung. Eine eigene, verständliche Preisliste auf der Website ist dann kein Nice-to-have mehr, sondern die Stelle, an der du erklärst, was das Register nur als Zahl zeigt: kleine Gruppen, moderne Fahrzeuge, feste Lehrkräfte, planbare Termine. Dazu gehört auch, wie du deinen Theorieunterricht verwalten willst — er zahlt direkt auf die Quote ein.
Was das für deine Fahrschule bedeutet
Der Prozess, der sich ändert, ist die Preispflege — und zwar von einmal jährlich auf dauerhaft. Preise, die gemeldet werden, müssen mit dem übereinstimmen, was Fahrschüler tatsächlich zahlen. Genau da bricht es in der Praxis: Der Aushang sagt das eine, die handgeschriebene Quittung das andere, und die Nachzahlung am Ende taucht nirgends auf.
In der Fahrschulsoftware FahrenPlus liegen Zahlungen deshalb im Schülerkonto: Online-Zahlung und manuell erfasste Beträge in bar, per Karte oder Überweisung, Teilzahlungen und Rechnungen an einer Stelle. Damit siehst du je Fahrschüler, was tatsächlich berechnet und was bezahlt wurde — die Grundlage dafür, dass eine gemeldete Zahl auch stimmt. Wie das mit Terminen, Fahrzeugen und Lehrkräften zusammenhängt, steht auf der Seite zur Fahrschulverwaltung.
So erfüllst du die Pflicht ohne Mehraufwand
FahrenPlus hat dafür aktiv Kontakt zum BMDV aufgenommen: Sobald die digitale Übertragung der Preislisten offiziell möglich ist, können unsere Kunden die Meldung auf Knopfdruck erledigen — direkt aus FahrenPlus heraus. Kein Formular-Chaos, keine manuelle Eingabe, keine Fristen im Kalender.